No Mad Projekt


Denkanstoss, Ideensammlung von Franz Kost.. Stand September 2007

 

Ein kreativ- kulturelles Kommunikationsprojekt

 

 

Kapitel 1

 

Nomaden waren wir vielleicht einst alle - werden wir in Zukunft wieder Nomaden sein?

 

Das Wortspiel: No Mad, englisch: "nicht wahnsinnig," und Nomade - Lebensform mit mehr als einem Wohnsitz in einem Jahr, oder wie man es auch immer definieren möchte, jedenfalls beweglicher Lebensstil, brachte den ersten Arbeitstitel: No Mad Projekt. Lange hatte ich nicht nur bei Menschen mit psychischen Problemen beobachtet, wie sehr die meisten irgendwie "verhockt", stagniert oder blockiert waren. Auch die Lebensweise, die Arbeitsweise, die Beziehungen, der Besitz, die Einstellungen: Alles zusammen ergab das Bild von Wahnsinn durch Blockierung. Dieses blockiert Sein könnte etwas mit unseren eckigen Wohnanlagen und Lebensgewohnheiten zu tun haben. Darum befürworte ich für mich einen zweiten Wohnsitz, draussen in der Natur mit Hilfe der runden Jurten, wenigstens im Sommer. Und auch um ein Gebiet mit Permakultur zu beleben. Und mit EM weitere Erfahrungen zu machen.

Auf meiner bisherigen Lebensreise habe ich viel Madness, d. h. Wahnsinn gesehen und immer nach Medizin gesucht.

Die Verirrung besteht darin, dass wir uns von der Natur entfernen liessen und, eigelullt in Besitzdenken, den direkten Kontakt zu ihr verloren haben. Die Zigeuner zum Beispiel wurden zwangs-zivilisiert, und alle Naturvölker ermordet oder vertrieben. Deswegen leiden viele Menschen in der zivilisierten Welt an innerer Leere. In Indien lebt noch die Tradition des Aufbruchs und die Möglichkeit, sich den wandernden Sadhus anzuschliessen, dem Geist freie Bahn zu lassen, und da auch neue Inspiration zu finden. Es ist noch die wertvollste Seite der Jugendbewegung der Sechzigerjahre zu erkennen, die radikale Suche nach dem freien Geist der Natur. Dass dabei auch die Werte der Gesellschaft vernachlässigt wurden, lässt sich aus dieser Sicht verstehen. Das Unterdrücken dieser Sehnsucht nach Einssein mit der Mutter Natur hat unsere westliche Zivilisation krank gemacht, was sich mit Depressionen, und Schizophrenie und deren Vorstufen bei vielen besonders sensiblen Menschen ausdrückt. Als Therapieansatz will ich hier anfangen das Leben mit den Jurten in der Natur üben und längerfristig auch wieder in den Bergen leben. Wir fangen an als Selbsthilfeaktivitäten, begleiten einander, wählen uns zu idealen und flexiblen Wahlfamilien. Gründung und Aufbau einer Oekosiedlung oder gar eines Oekodorfes ist mein grösstes Anliegen.

Nomaden sind die, die weiter gegangen sind Ein wichtiger Knotenpunkt scheint mir das Verständnis von echtem Nomadentum, das bedeutet in einem Jahreszyklus an verschiedenen Orten zu leben.

Die Verbesserung besteht darin, in wahre Kreisläufe einzutreten, die Naturrhythmen, die Jahreszeiten ( z.B. Alp, Maiensäss, Dorf ). Ein Leben mit der Natur und nicht gegen sie.

Das No Mad Projekt ist mein Beitrag zu einem Ansatz in Richtung Ganzheitliche Lebensweise, auch um psychischen Problemen vorzubeugen.

Die lange Suche nach Alternativen seit meiner Lehre als Psychiatriepfleger in den siebziger Jahren hat mich kürzlich zur

"Windhorse- Arbeit" geführt. Siehe Buch **"Verlockung des Wahnsinns" E. Podvoll. Seit 2002 sind wir daran, diese aufzubauen. Es geht darum, psychische Krankheiten zu verstehen und die Selbstheilung zu unterstützen, abseits von Kliniken, als Ergänzung, Erweiterung und Perfektion einer Therapie. Im Frühjahr 2007 kam der Amerikanisch-Schweizerische Dokumentarfilm dazu erfolgreich in die Kinos: Film/DVD:“ Someone beside you „ von Edgar Hagen.(www.someonebesideyou.com) Jakob Litschig, Ein Pionier für eine wahre Psychiatrie und Initiant des VPECH (Verband der Psychiatrie- und Psychose-Erfahrenen ) spielt darin eine wichtige Rolle . Bei ihm durfte ich auch seit 2002 diese Methode erlernen und bin eben daran, sie im Atelier Treffpunkt in Chur umzusetzen. Wir suchen dazu laufend freiwillige Helfer. Interessenten, meldet euch! Als Verkleinerung des finanziellen Problems helfen uns die Ziitboersa.ch und die Freiwilligen-Job-Börse Benevol-gr.ch

Ein weiteres aktuelles Werkzeug das ich bei Jakob lernen darf und mit dem ich eben zu arbeiten begonnen habe, ist:

Voice Dialogue

(Zitiert aus www.voicedialogue.ch )

Die Voice Dialogue - Methode wurde in den siebziger Jahren von den Psychologen Drs. Hal und Sidra Stone, USA, erarbeitet und seither kontinuierlich weiter entwickelt. Sie haben entdeckt, dass die inneren Stimmen, aus denen die menschliche Psyche besteht, wie autonome "Personen" mit eigenen Gefühlen, Erinnerungen und Ansichten nebeneinander wirken: Wir haben eine "innere Familie".
Die Voice Dialogue - Methode ermöglicht es, Kontakt zu diesen inneren Persönlichkeiten herzustellen, ihnen Gehör zu verschaffen und unser Bewusstsein für die jeweiligen inneren "Hauptpersonen" wie auch für ihre verborgenen, verdrängten "Gegenspieler" zu schulen. Diesen Prozess nennen Hal und Sidra die aktive Entwicklung eines Bewussten Ichs ("aware ego process").

Anwendungsbereiche und Nutzen von Voice Dialogue

- Voice Dialogue wird heute mit grossem Erfolg, auch in Kombination mit anderen Methoden, in der ganzen Welt angewendet. Sie eignet sich als

- Instrument zur Selbsterfahrung (Standortbestimmung - Visionen - Ziele - Umsetzung). Voice Dialogue ist leicht verständlich, schnell anwendbar und eine echte Lebenshilfe für alle, die ihr inneres Potenzial aus der bewussten Mitte heraus vollumfänglich nutzen möchten.

- hochqualifizierte wirksame Intervention im beratenden, schulischen, therapeutischen und sozialen Bereich.

- Teams und Paare können die Voice Dialogue Methode als klärende, das gegenseitige Verständnis fördernde Kommunikations- und Entscheidungshilfe erlernen und einüben ( Mediation, Partnering / Umgang mit Mustern, Trainings).

Voice Dialogue findet auch Anwendung bei
- Gesundheitsfragen (Körperbewusstsein, Energiefluss, Psychosomatik, Ängste, Depressionen, Suchtverhalten usw.)
- der Förderung der Kreativität und des künstlerischen Ausdrucks
- der Traumarbeit
- Sinnfragen
- der Integration von spirituellen Erfahrungen

Voice Dialogue macht "bewusster, sicherer, schöpferischer, liebevoller und freier", so die Langzeit-Auswertung von VD - Anwendern und Anwenderinnen

 

Jede Gruppe ohne hohe Kommunikationskultur ist zwangsläufig vom Entstehen von Missverständnissen bedroht: sie steht und fällt mit dem Umgang mit Konflikten. Unsere Ziele als Gruppen müssen eine hohe Individualität ermöglichen, nicht Gleichschaltung. Dieses Thema ist Forschungsgegenstand und Zielsetzung: die eigentliche Kernfrage und Hauptaufgabe des No Mad- Projekts.

 

Wie die Stachelschweine (in einer Fabel von Schopenhauer), den Abstand zueinander suchen, werden wir individuelle Regeln für Nähe und Platzbedarf finden, indem wir miteinander reden üben, d.h. die Kommunikation mit den Andern neu erkennen.

Dabei lernt man zu akzeptieren, was im Moment ist, und Vorurteile abzubauen.

"Freunde sind jene, bei denen man sagen darf, was man denkt."

Somit steht das ganze Projekt auf wahrer Kommunikation.

Harmonisierung auf allen Ebenen macht den Kern der Arbeit aus.

Glückseligkeit ist ein Ergebnis von körpereigenen Drogen und Botenstoffen im Gehirn und ist ein Grundrecht eines jeden Menschen. Viele Industrien und Ersatzangebote profitieren von der allgemeinen Unwissenheit über diese Zusammenhänge.

Frage dich selbst, ob du ein Teil des Problems oder der Lösung sein willst.

Positives Denken heisst für mich praktisch auch, aus den Fehlern zu lernen, Lehrgeld kann man für sich "buchen".

Jeder Mensch benötigt einen Ort um sich zu Hause zu fühlen.

Eine Stärke des No Mad- Projektes könnte die ungezwungene, lockere Vernetzung der einzelnen Wahlfamilien sein, die jede für sich einen Selbsterhaltungs- und Regulierungsmechanismus pflegt. Entscheidungsstrukturen bleiben autonom erhalten, das Projekt verbindet nur als Informations- und Kommunikationszentrum die einzelnen selbständigen Gruppen. Eine Projektzeitschrift ist in Planung. Vielleicht wächst auch ein Buch daraus. Ich hoffe auf Resonanz bei Euch Lesern. Bleibt dran!

Du bist herzlich eingeladen, deine Visionen und Ideen mit uns zu teilen. Vielleicht passt auch dein Lieblingsprojekt gut dazu, dann suchen wir doch Synergien, wie wir uns helfend ergänzen können. Danke an alle, die mittragen helfen werden.

Ausführliche Details kann man bei mir nachfragen oder mich besuchen, und in meinem grossen Keller sind viele Projektbausteine zu sehen: die momentan 5 Jurten und die Werkstatt dazu, die Bibliothek mit meinen alten Büchern, die mich durch dreissig Jahre Studien begleiteten. Als Ziel sehe ich ein mit diesen Jurten gestartetes Ökodorf, wo dann permanent das Wissen weitergereicht und angewendet wird. Wenn Du Dich angesprochen fühlst, mitzumachen, bist Du herzlich eingeladen, mit mir das Gespräch zu suchen und über ein mögliches Zusammenwirken reden. Ich will das ganze nicht allein machen.

Ein Weg zur Organisation wird immer noch gesucht und vorbereitet; ich versuche zurzeit, mit ein paar Leuten einen Verein oder eine Gruppe in anderer Form zu gründen, um eine Basis zu schaffen. Das erste No Mad Aktivcamp habe ich im Sommer 2007 mit insgesamt 18 Personen durchgezogen und plane schon 2008 am gleichen Ort

Aktuelles auf der Homepage. Nomad-Projekt

Zuschriften, Anregungen und Mitarbeit oder finanzielle Unterstützung durch Spenden oder Investitionen sind herzlich willkommen.

 

Adresse: Bankverbindung:

Franz Kost Postcheckkonto: 60-51823-3

Alt Strass 19

CH-7203 Trimmis

079 773 29 18

 

Dein Feedback und Beitrag an:

E-Mail: nomad-projekt@hispeed.ch


Im Kanton Graubünden arbeite ich freiberuflich als Pflegefachmann im Psyche- Bereich und dazu genaueres auf meiner andern Homepage: www.frankos.ch

 

 

 

Kapitel 2

 

Utopie

 

Nomaden sind die, die weiter gegangen sind

 

Als utopischer Hilfsgedanke überspringen wir jetzt dreissig Jahre

 

"Wo chiemti mär hi, wenn mä giengti go luege, wohi dass me chiem, wenn mä gieng?" (Kurt Marti)

 

Die Angst vor einer Zukunft, die wir fürchten, können wir nur überwinden durch Bilder von einer Zukunft, die wir wollen (positive Imagination).

 

Versetzen wir uns ins Jahr 2030:

Die weiten Gebiete von Saharasia zwischen den Kapverdischen Inseln und China waren vor dreissig Jahren noch eine einzige Wüste gewesen. Nun aber schliessen sich auch noch die letzten Lücken der neuen Vegetation. Dank diverser Technologien wie „Effektiven Mikroorganismen“, Windenergie, Solarsandstein,

Tiefenbohrungen und weiteren neuen Erfindungen können nun auch die inneren Zonen endlich genug Wasser erhalten.( Lektüre dazu: sehr empfehlenswert: Bernd Senf, Wiederentdeckung des Lebendigen*. Dieses Werk leuchtet auch die seelische Situation der Menschen aus.) Es sind neue Wohngebiete entstanden und ein grüner Teppich hat sich seit der letzten Regenzeit halten können. Millionen von Menschen siedeln nun in der Sahara, kaum denkbar noch zu Beginn des dritten Jahrtausends. Die neuen Länder Saharasiens sind durch das alte Gesetz der Wüste entstanden,das besagt, wer sie begrünt, sie auch verwalten darf. Das Land ist dort nicht im Besitze einzelner oder Firmen, sondern wird von den Gemeinden verliehen. Ein altes indianisches Sprichwort sagt, dass wir das Land nicht von unseren Eltern geerbt, sondern nur von den Kindern geliehen haben. Dieser Grundgedanke hat, mit einem neuen zinslosen Geld zusammen, die ökonomischen Grundlagen Saharasiens geprägt. Es gibt keine Superreichen, aber auch keine Armut mehr. Das ganze wirkt urtümlich, friedvoll, harmonisch. Die alten Spiele Europas funktionieren hier nicht (Zinsen, Spekulationen, Ausbeutung, etc.).

Dienstleistungen für allerhand Verfeinerungen des Lebens haben hohen Stellenwert, kaum jemand hat noch ein eigenes, grosses Büro für seine Lebensorganisation.

Die Religionen verlieren seit dem Religionsfriedensbeschluss ihren rechthaberischen Charakter, und der Geist der Wahrheit fliesst in die Menschen ein. Ganzheitliche Ansätze zur Achtung allen Lebens bekommen Auftrieb. Das geschichtliche Durcheinander legte sich, als man die Spuren der Juden, Zigeuner ( Gypsy kommt von Egypt ) und Kelten zurück nach Ägypten verfolgen konnte und dort ihre gemeinsamen Wurzeln der Kultur fand. Thots Wissen wurde endlich verstanden und verbreitete sich schnell.(siehe Drunvalo Melkisedek "Blume des Lebens"* und seine deutsche Homepage www.dreamoflight.de ) Es gab noch viele solcher Aufdeckungen alter Rätsel der frühen Menschheit: "Lemuria"*, von Dietrich von Oppeln - Bronikowski, ist auch so eine Fundgrube.

Eindrücklich auch: Zecharia Sitchin und seine Sumerischen Zusammenhänge.

 

Das Gesundheitswesen funktioniert nun mit viel weniger Aufwand, da man die Angst vor dem Tod ziemlich abgebaut hat. Man lebt jetzt viel gesünder und viele sind schon über hundert Jahre alt, ohne dass man es ihnen ansieht. Zentrale Bedeutung haben die gut ausgebauten "Tempel des Bewusstseins", wo viel Heilung stattfindet und der Platz ein Kraftfeld bildet. Die Gesundheitsberatung mit ihrer grossen Auswahl an naturnahen Mitteln berät die Leute, was man noch so tun kann, um die Gesundheit zu stärken.

 

Die Frauen haben mit dem neuen Nomadenleben endlich die Gleichberechtigung und ihre neue Rolle gefunden. Man war im Zuge der Auswanderung dazu übergegangen, den Kindern den Familiennamen der Mutter zu geben. Es ist bei einem Stamm sinnvoller zu wissen, von wem man abstammt. Dank dieser kleinen Änderung war eigentlich das Matriarchat schon eingeführt und das Patriarchat zu Ende. Der Schlüssel dazu liegt in der Beziehung zur Erde: Sie ist nicht mehr Besitz, sondern nur von den Kindern geliehen. Den Männern kam der Gesellschaftswandel bald auch sehr gelegen, konnten sie doch psychisch gesünder, leichter, erlöst vom Gewaltsystem werden. Es ist interessant, dass gerade hier, wo vor rund sechstausend Jahren die Gewaltpsychologie ausgebrochen war, sich wieder Frieden ausbreiten kann, dank Gleichberechtigung.

 

Die Regierungsform ist eine neue Art von Demokratie. Der Ältestenrat hat seine Kompetenzen auf lokaler Ebene (Stamm). Dank einem ausgeklügelten Befragungssystem kennt die Regierung die Meinung des Volkes. Dieses Befragungssystem wurde mit Hilfe moderner Kommunikationstechnologien für alle Schichten perfektioniert. Da ein gewisser Wohlstand allen zugute kommt, findet man für alle Konflikte eine Lösung: Konfliktprävention im Sinne von Pflege der Auseinandersetzung statt Streit. (Die Voice Dialogue Methode war erfolgreicher Anfang gewesen.)

An der Tagung vom Rat der Alten wurde versucht, daran zu erinnern, wie das ganze so gekommen ist. Die über hundertjährigen Männer und Frauen sind stolz darauf, den Kindern zu berichten, wie damals in den grossen Betonwüsten Europas und Amerikas eine Bewegung entstand, die sich langsam aber stetig wachsend von den alten Strukturen des zwanzigsten Jahrhunderts entfernte.

Kleine Minderheiten kamen in Bewegung, bildeten schliesslich den Strom der Aufwachenden und bewegten sich erst innerlich, und dann allmählich auch nomadisierend, später massenhaft auf die neuen Gebiete hin.

 

Der Erfolg gründet sich auf einer neuen geistig-seelischen Beziehung zur Erde (Oekobilanz): man strebt heute nicht mehr den Besitz von Land an, sondern die Nutzung hat Priorität. Das Land wird nur von den Gemeinden geliehen und jeder kann im Baurecht(siehe: Inwo*) Häuser und Anlagen bauen, ohne dass die Gemeinde ihm kündigen kann. Die Bauten können verkauft werden, das Land bleibt unter Verwaltung der Gemeinschafts-Verbände (früher Gemeinden).

 

Auch das Geldsystem erfuhr Veränderungen, seit Ende des zwanzigsten Jahrhunderts kamen zunehmend zinsfreie Kredite zustande, und in den islamischen Banken war es seit jeher verboten, Zins zu nehmen. Die Ideen von zinslosem Geld und gemeinschaftlicher Bodenverwaltung (siehe Inwo*) wurden zuerst als Utopien belächelt, doch ab 2000 immer mehr beachtet. Schliesslich konnte man auch einfach Zeit tauschend verrechnen (siehe: www.ziitboersa.ch ) Es drohten Armut, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, Gen-Monopoly und Nuklear-Katastrophen, Erdüberhitzung und allgemeiner Wahnsinn. Um 2002 waren Nomaden höchstens noch als altertümliche Überbleibsel bekannt, kleine Minderheiten wie die Indianerstämme waren vom Aussterben bedroht. Doch unter der Oberfläche immer oberflächlicher werdender Massenmedien wie Fernsehen (!) und Boulevardzeitungen begann es massiv zu brodeln. Der Gesellschaftswandel entwickelte sich auf allen Ebenen, nicht nur als sogenannte New-Age-Bewegung, sondern auch auf breiter Ebene wurde ein neues Bewusstsein lebensfähig wie in einer unterschwelligen Massenerleuchtung. Die Massenverblödung unter dem Banner von Alkohol, Fernsehen und Konsumrausch wurde zwar anfänglich auch immer dramatischer, aber die schwindenden Luxus-Rohstoffe, Wasservorräte und schliesslich das Ende des Erdölzeitalters liessen dann doch wieder wahre Werte erkennen.

 

Viele Leute litten unter allerhand Blockierungen, seien sie wirtschaftlicher Art, psychisch, in Sorgen um die Welt, und geistig in Dogmatismus und Intoleranz. Das Erstarren im Systemdenken führte zu Geisteskrankheiten und körperlichen Degenerationen. Das seit dem frühen Christentum aufkommende System der Ehe als Beziehungsform hatte zwar die römische Sklaverei beendet, aber das Patriarchat hatte seinen Höhepunkt überschritten und die Frauenbewegung hätte eigentlich eine gleichberechtigte Partnerschaft anstreben sollen. Aber die isolierte Kleinfamilie, wie sie mit der Industrialisierung aufgekommen war, funktionierte immer weniger. Ehekrach, Entfremdung, Scheidung etc. war der Alltag. Viele junge Leute suchten seit den Siebzigerjahren in Kommunen von Gleichgesinnten neue Wege. Begriffe wie "freie Liebe" liessen sich selten ohne neue Leiden, Ausnützung und schliesslich seelischer Leere umsetzen. Zudem wurde sie auch als Sexismus pervertiert Die gesuchte Freiheit liess sich nicht finden durch "frei von aller Regel", es gibt auch Entscheidungen des freien Willens zu etwas, gewählte Verantwortung und Qualitätsbewusstsein. Nur viel Bewusstseinsarbeit führte zu den heutigen Erkenntnissen.

 

In vielen Menschen dämmerte nun die Erkenntnis der Illusion, wir könnten machen was das Ego will. Nach diesen Erfahrungen und einigen Irrwegen begann sich die Wahrheit herauszuschälen, dass wir zwar eine Auswahl treffen können, aber doch weiter lernen sollten. Man merkte, dass das so genannte Böse nur die verirrte Suche nach dem Guten ist. Mit den Erreichen vom Eins-Sein mit dem höheren Selbst in uns entstehen von selbst neue Wege, andere Menschen merken es auch, dass wir alle Schwestern und Brüder auf dem Weg sind.

 

Nur Menschen, die an das Gute glauben, wissen sich zu schützen gegen die Krankheit des Materialismus und der Wohlstandsgesellschaft. Deren Folgen, die Verweichlichung und die Genusssucht, führen zu sozialen Erschütterungen. In diesem Toben lernt der Mensch sich wieder Gedanken zu machen über das Göttliche, die Götter und die ganze Geschichte.

 

So entstand schliesslich ein neues Begreifen des ganzen planetaren Programms. Mit wachem Bewusstsein erfuhren viele Menschen neue Kraft, erkannten das Göttliche zunehmend als Eins-Sein mit Allem was ist, und arbeiteten weiter an einer gerechten Welt. Die Hilfe der geistigen Welt wurde langsam deutlicher spürbar.

 

Die berühmte Aussage von Descartes (17. Jh.) "Ich denke, also bin ich" wurde als Verkehrung entlarvt und in "Ich Bin, also denke ich" korrigiert.

 

Frei von religiösem Dogmatismus und Machtstreben entwickelten aufwachende Menschen eine spirituelle, ganzheitliche Lebensweise von grosser Vielfalt. Die Wahrheitssuche auf allen Gebieten wurde beschleunigt durch Kommunikationstraining, Computervernetzung (nach Entrümpelung des Internets), durch neue ganzheitliche Erkenntnisse aller Wissenschaften. Die Prophezeiung von Jeshua ben Joseph: "Die Wahrheit wird euch frei machen," begann sich immer deutlicher zu erfüllen in einem wachsenden Qualitätsbegriff von Nachhaltigkeit.

 

Während viele in Europa am Alten festhielten und schliesslich dem Niedergang der grossen Städte entgegenwirkten, machten ihnen auch viele Platz, indem sie sich langsam nomadisierten, mehr und länger Urlaub machten und sich immer weniger am alten Wirtschaften beteiligten. Die Alternativkulturen erhielten immer mehr Zulauf und Renaturierungsprojekte erfassten nicht nur die Landschaft, sondern auch zunehmend den Alltag über soziale Bewegungen (wie das NoMad-Projekt). Ein neuer Lebensstil, in Harmonie mit der Natur ( Oekodorf- Bewegung). Die alte Politik und ihre Gesetze verloren zunehmend an Bedeutung, teilweise veränderten sich diese auch mit. In der ehemaligen Wüste finden wir nun wieder Zeit und gute Arten miteinander zu reden und die Stammesräte können die lokalen Kompetenzen in ihren Gebieten weitgehend selber wahrnehmen. Zum Glück merkten damals einige, dass die Arbeit am längsten dauert, die man nie anfängt.

 

**Buchhinweise und Links

Wladimir. Megre: Anastasia-Bücher, bisher 8 Bände www.anastasia.ch

Der neue Prometheus, Robert Anton Wilson, ISBN 3499183501

Matriarchat in Südchina, H. G. Abendroth, ISBN 317014006X

Eurotopia, Verzeichnis europäischer Gemeinschaften und Ökodörfer, ISBN 3-00-005906-7

Lemuria, Dietrich von Oppeln - Bronikowski, ch. falk-verlag, ISBN 3-89568-029-x

Indigo-Kinder, Koha Verlag, ISBN 3-929512-61-0

Permakultur Bücher von Agrarrebell Sepp Holzer www.krameterhof.at

Freie Energie, Callum Coats, ISBN 3930243040

Wiederentdeckung des Lebendigen, Bernd Senf, ISBN 3-86150163-5

Blume des Lebens, Drunvalo Melkisedek, Band 1 ISBN: 3929512572, Band 2 ISBN: 3929512637, www.dreamoflight.de

Bioregionalismus, Gugenberger und Schweidlenka, Packpapier-Verlag ISBN 3-931504-07-7.

Effektve Mikroorganismen, Eine Chance für unsere Erde, Anne Lorch, OLV ISBN: 3-922201-61-X

 

 

 

Trimmis GR, im Mai 2007

Fortsetzung folgt. Franz Kost



Kapitel 3


Aphorismen

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Das Reisen führt uns zu uns selbst zurück.

Albert Camus



Deine Seele, der grösste Teil dessen, was du bist, hegt einen einzigen Wunsch in Bezug auf dich; nämlich den, dass du ganz bewusst, in dieser Dichte, erfährst und begreifst, dass du Gott bist!

Jani King in „Ptaah“



Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand.



Die medizinische Wissenschaft hat in den letzten Jahrzehnten so viele Fortschritte gemacht, dass es praktisch keine gesunden Menschen mehr gibt.

Aldous Huxley



Die Ursache aller negativen
Emotionen ist eine Störung
im körpereigenen Energiesystem.



Du bist die zentrale Sonne des Universums, und das Gefühl ist es, das dich in jedem Moment erschafft.

Jani King in „Ptaah“



Eine Beziehung ohne Spiritualität ist wie Sex ohne Liebe



Erfahrung nennt man die Summe aller unserer Irrtümer

Thomas Alva Edison



Es gibt nur ein Anzeichen für Weisheit: Gute Laune, die anhält.

Montaigne



Wenn du immer das tust,
was du schon immer getan hast,
wirst du immer bekommen,
was du schon immer bekommen hast.



Ich verstehe, dass diese unharmonische Situation geschaffen wurde, damit ich die Perle der Weisheit im Innern erlangen kann.

Jani King in „Ptaah“



In jedem Geschöpf der Natur
lebt das Wunderbare.

Aristoteles



Liebe heisst, dem anderen seine Existenz zu gewähren.



Die Ursache aller negativen Emotionen
ist eine Störung
im körpereigenen Energiesystem.



Nicht den Tod sollte man fürchten,
sondern dass man nie beginnen wird
zu leben.

Marc Aurel



Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom



Ob „leben“ einen „Sinn“ hat?
Erlebe das „Leben“ als Wirklichkeit,
und du wirst die Frage sinnlos finden.

Dag Hammarskjöld

(UN-Generalsekretär 1953-61)



Reine Liebe hat die höchste Schwingung im Universum.
Diese göttliche Kraft immer besser verstehen zu lernen,
ist dein Daseinsgrund auf der Erde.

Saint-Germain



Rezepte zum Glück.
1) Frage nach dem, was du haben willst, aber- verlange es nicht.
2) Akzeptiere was auch immer geschieht - für jetzt
3) Vergrössere deine Liebe, auch wenn du nicht bekommst, was du haben willst.

Ken Keyes in „Facharzt zum glücklich sein“



Schönheit ist nicht nur eine Sache der Proportionen, der äusseren Form, des Geschmacks und des Verhaltens. Schönheit ist jener Zustand, in den der Geist durch die Leidenschaft zur Einfachheit das Ich als Zentrum aufgegeben hat.

Krishnamurti



Seinem Charakter Stil geben - eine grosse und seltene Kunst!
Denn eins ist Not - dass der Mensch seine Zufriedenheit mit sich erreiche.

Nietzsche



Talent - dass der Markt wieder wird, was er einmal war;
Waren- und Informationsaustausch

Franz Kost



Um ein tadelloses Mitglied einer Schafherde zu sein, muss man vor allem ein Schaf sein.

Albert Einstein



Und wir möchten euch daran erinnern, dass das, was ihr als Erleuchtung betrachtet, nur das Annehmen beider Polaritäten bedeutet, um Licht zu erschaffen.



Wahre Moral besteht nicht darin,
den ausgefahrenen Geleisen zu folgen,
sondern im Herausfinden des wahren Weges für uns selbst
und diesen furchtlos zu gehen.

Mahatma Gandhi (1869-1948)



Was du suchst, Wanderer,
ist stets in dir.
Fürchte, es unterwegs zu verlieren.

Russische Weisheit



Was du wagen musst - du selbst zu sein.
Was du erreichen kannst - in dir des Lebens Grösse
Nach dem Mass deiner Reinheit zu spiegeln.

Dag Hammarskjöld (1905-1961)



Wenn das Wissen des Menschen nicht im Lot ist, dann wird, je mehr er davon besitzt, die Verwirrung umso grösser.

Herbert Spencer



Wenn einer alleine träumt,
ist es nur ein Traum.
Wenn viele gemeinsam träumen,
ist es der Anfang einer neuen Wirklichkeit

Friedensreich Hundertwasser



Wenn ihr euch wirklich ehrt und liebt, wenn ihr eine grossartige Liebesaffäre mit euch selbst habt, habt ihr auch automatisch eine grossartige Liebesaffäre mit allen andern auf eurem Planeten

Jani King in „Ptaah“



Wenn ihr wisst, wer ihr seid,
wenn ihr fühlt und liebt,
werdet ihr alles wissen.



Wer heute einen Gedanken sät, erntet morgen die Tat, übermorgen die Gewohnheit, darnach den Charakter und endlich sein Schicksal.

Gottfried Keller



Wer mit sich unzufrieden ist,
ist fortwährend bereit,
sich dafür zu rächen.

Nietzsche



Wir bewegen uns nicht einfach auf die Zukunft zu, sondern wir gestalten sie.
Die Wege müssen nicht gefunden, sondern geschaffen werden,
und dabei verändern sich sowohl der Gestalter als auch die Richtung.

John Schaer



Worauf ihr eure Konzentration richtet, dem gebt ihr Macht.

Jani King in „Ptaah“



Und der Berg gebar eine Maus.



Alles ist gut. Alles. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick.

Dostojewski in „Dämonen“



Du nimmst dir keine Zeit
für Gott,
verlässt dich auf glänzende Metallkoffer,
die nirgendwo hinführen,
und du kannst keine Entscheidungen treffen,
weil du deinen Standpunkt verloren hast,
und die einsamen Dämonen fallen über dich her.

Jack Crimmins



Nicht schwarz vor Angst, Dummheit
kalter Wut; oder nur schwarz
vor Eingesperrt sein?
Was wäre, wenn es in den Lüften
Zu einer weissen Qelle des Lichts,
einer Lichtfontaine würde?
Könnte all diese Schwere
die Kraft des Fluges sein?
Schau nach innen; Dort siehst du
mich mit Embryo-Flügeln,
der eine schwarzgefiedert in Russ,
der andere funkelnd wie flimmernde Glut,
fahl leuchtende Schwingen. Ja-
könnte ich
mit einer Schwinge fliegen,
der weissen?

Denise Levertov



"Wenn wir menschliche Wesen so behandeln, wie sie sind,
dann werden sie schlechter als sie wirklich sind.
Wenn wir Menschen so behandeln, wie sie gerne wären,
dann helfen wir ihnen, das zu werden, wozu sie fähig sind."

Johann Wolfgang von Goethe



Ich bat um Stärke und bekam Schwierigkeiten, die mich stark machten.
ich bat um Weisheit und bekam Probleme, um sie zu lösen.
Ich bat um Reichtum und bekam die geistige und körperliche Kraft, um zu arbeiten
Ich bat um Mut und bekam Hindernisse, um sie zu überschreiten.
Ich bat um Liebe und bekam verletzte Menschen, um ihnen zu helfen.
Ich bat um Anerkennung und bekam Gelegenheit, mich zu bewähren.
Ich bekam NICHTS von dem, was ich wollte, aber ich bekam ALLES, was ich brauchte.

Autor/in unbekannt